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Projektstatus-Dokument, Laptop und Notizen in einem Teammeeting am Tisch

Projektbeispiele

Vier Fragestellungen im Detail. Und eine Auswahl aus der übrigen Arbeit.

Jeder Fall folgt derselben Reihenfolge: Was war die Ausgangslage, wo lag die Ursache, was wurde verändert. Namen bleiben außen vor, die Zahlen stimmen.

Prozess und Vertrieb · Eventlocation im Rheinland

Wenn die Website ein Sofortkauf ist, das Geschäft aber ein Termingeschäft

Ausgangslage: Grillkurse, Firmenveranstaltungen, individuelle Formate. Die Website war als Onlineshop gebaut: Kurse ließen sich auswählen, ein Termin war im Kaufvorgang nicht vorgesehen, und sofort sollte der Betrag für zehn Personen bezahlt werden. In der Praxis riefen Interessenten deshalb an und klärten den Termin telefonisch.

Ursache: Eine terminabhängige Veranstaltungs­leistung war technisch wie ein sofort verfügbares Standardprodukt abgebildet. Jeden fehlenden Schritt fing der Betreiber von Hand auf.

Buchungsweg vorher und nachherVorher endete der Weg auf der Website und wurde telefonisch fortgesetzt. Nachher führt ein durchgehender Weg von der Formatauswahl über Verfügbarkeit und Termin bis zur qualifizierten Anfrage und Buchung.VORHERKurs wählenbezahlenAnrufTermin, Rückfragen, Nacharbeit von HandNACHHERFormatVerfügbarkeitTerminEckdatenAngebotBuchung

Bearbeitet: Zuerst der tatsächliche Weg vom ersten Interesse bis zur verbindlichen Veranstaltung, nicht die Website. Daraus der Soll-Prozess, danach die Umsetzung: strukturiertes Anfrageformular, freigegebener Veranstaltungskalender, ein Assistent für wiederkehrende Fragen, getrennte Wege für Firmen- und Privatkunden. Parallel Suchmaschinen­optimierung, lokale Sichtbarkeit, Angebots­struktur und Direktakquise.

Ergebnis: Buchungen bereits in der ersten Woche nach Umstellung. Nach rund zwei Wochen Top-3-Platzierungen bei Google für die relevanten Suchanfragen, wenige Tage nach der finalen Version auch Empfehlungen in KI-Assistenten. Weniger Abstimmungsschritte, vollständigere Anfragen, schnellere Angebote.

Mai bis November 2025. Such- und KI-Ergebnisse sind dynamisch; die Angaben beschreiben den im Projekt festgestellten Stand.

Personal und Organisation · Immobilienpflegebetrieb im Kreis Mettmann

Nachfrage vorhanden, Wachstum blockiert

Ausgangslage: Ein 2023 gegründeter Betrieb für Hausmeisterservice, Grünpflege, Gebäudereinigung und Winterdienst. Der Inhaber war gleichzeitig ausführende Kraft, Disponent und Vertrieb. Kein Verfahren zur Personal­gewinnung, keine digitale Einsatz­planung, kein dokumentierter Ablauf.

Bearbeitet: Kapazitäts- und Personalbedarfs­rechnung auf Basis echter Auftragsstunden statt Schätzungen. Für jeden Tätigkeitsblock ein Beschäftigungs­modell mit den zugehörigen Arbeitgeber­kosten je Wachstumsstufe. Ein wiederholbares Recruiting-Verfahren mit schaltfertigen Anzeigen, Auswahlweg und Einarbeitungsstandard. Dazu digitale Einsatz­planung mit Fotodokumentation und ein Betriebshandbuch mit festen Abläufen.

Personalaufbau in vier StufenMit steigendem Monatsumsatz kommt je Stufe eine weitere Kraft dazu: zunächst eine Minijob-Kraft für die Reinigung, dann eine Teilzeitkraft für Grünpflege und Hausmeisterdienste, danach ein Vorarbeiter mit Koordinationsaufgaben und schließlich ein zweites Team in Vollzeit.WACHSTUMSSTUFENStufe 1 · erste Aushilfe für die ReinigungStufe 2 · Teilzeitkraft Grünpflege und HausmeisterdienstStufe 3 · VorarbeiterStufe 4 · zweites Team

Eine Empfehlung gegen den ersten Impuls: Der Betrieb stand kurz davor, eine Branchen­software für rund 300 € monatlich einzuführen. Bei dem damaligen Umsatz wären das zwei bis drei Prozent der Einnahmen allein für Software gewesen, bei einer Komplexität, die ein Einzelkämpfer nicht bedienen kann. Empfohlen wurde eine Kombination aus Dienst­planung mit Lohnexport und schlanker Objektdokumentation für einen Bruchteil der Kosten, mit klar benannter Umsatzschwelle für den späteren Wechsel.

Zweite Fragestellung im selben Betrieb: Die Lagerhalle lag in der Innenstadt und war vollständig zugestellt; wer Material brauchte, musste erst anderes herausräumen. Vor der Suche nach einer neuen Fläche wurde der Bedarf beschrieben: Fläche, bauliche Anforderungen, Lage zu den betreuten Objekten, Stellplätze, Büroanteil und die Grenze, was die Fläche im Verhältnis zum Nutzen kosten darf. Daraus entstand ein Suchprofil für Portale und regionale Gruppen. Bisher war kein Objekt dabei, das die Kriterien erfüllt. Der Betrieb erkennt ein ungeeignetes Angebot jetzt aber in fünf Minuten.

Beratungsmandat 2026. Beratung dieser Art ist über das BAFA-Programm förderfähig.

Nachfolge und Unternehmens­wert · Getränke- und Catering­unternehmen aus NRW

Was ein Unternehmen wert ist, wenn die Inhaber nicht mehr mitarbeiten

Ausgangslage: Ein seit 2018 bestehender Betrieb mit zwei Geschäftsführern, weiteren Festangestellten, festem Freelancer- und Partnerstamm, eigenem Equipment und eigener Lagerfläche. Über die Website kommen täglich zwei bis drei Anfragen, die Marke ist eingetragen. Die Frage der Inhaber: Was wäre das Unternehmen bei einem Verkauf wert?

Bearbeitet: Grundlage war die betriebswirtschaftliche Auswertung. Neben die Kosten­struktur wurde der tatsächliche Stundeneinsatz der Geschäfts­führung gelegt. Beide arbeiteten stark im Tagesgeschäft mit. Ein Käufer muss diese Arbeitszeit nach der Übergabe durch bezahlte Kräfte ersetzen und zieht die Kosten dafür vom Ergebnis ab, bevor er einen Preis nennt.

Ergebnis und übertragbares ErgebnisVom ausgewiesenen Ergebnis bleibt für einen Käufer nur der Teil übrig, der ohne die Mitarbeit der Inhaber entsteht. Die Differenz entspricht den Kosten für den Ersatz ihrer Arbeitszeit.AUSGEWIESENES ERGEBNISÜBERTRAGBAR AUF EINEN KÄUFERDifferenz: Ersatz der Arbeitszeit beider Geschäftsführer

Wertsteigernde Hebel: Aufgaben delegieren und automatisieren, damit der Stundeneinsatz der Geschäfts­führung sinkt. Einzelaufträge in Rahmen- und Langzeitverträge überführen, weil planbarer Umsatz höher bewertet wird als wiederkehrender Zufall. Die eingetragene Marke als Vermögens­wert ausbauen statt sie nur zu halten. Die täglichen Anfragen über die Website so dokumentieren, dass sie als belegbarer Vertriebs­kanal in die Bewertung eingehen.

Ergebnis: Eine Rangfolge der Maßnahmen mit ihrer Wirkung auf den Unternehmens­wert und dem jeweiligen Zeitbedarf. An der Inhaberabhängigkeit lässt sich zwei bis drei Jahre vor einem Verkauf noch etwas ändern, im Verkaufsjahr nicht mehr.

Analyse zur Übergabefähigkeit, 2026. Für Bewertung und Vertragsgestaltung sind Steuer­beratung und Fachleute für Unternehmensbewertung zuständig. Wer eine externe Nachfolge sucht, findet über die Unternehmensbörse nexxt-change von Bund, DIHK und KfW passende Kandidaten; die IHK Düsseldorf begleitet das Verfahren.

Wissens­sicherung und Organisation · Interner Service­betrieb in einer Unternehmenszentrale

Der Betrieb lief, solange die eine Person da war, die ihn kannte

Ausgangslage: Ein interner Service­betrieb mit wechselnden Fachkräften. Öffnung, Geräte­betrieb, Kasse, Dokumentation, Reinigung, Tagesabschluss und die Sonderfälle steckten im Erfahrungswissen einzelner Personen und waren nirgends festgehalten. Fiel jemand aus, begann die Einarbeitung von vorn.

Bearbeitet: Die tatsächlichen Abläufe vor Ort aufgenommen, Widersprüche aufgelöst und das Erfahrungswissen in einen einheitlichen, reproduzierbaren Standortstandard überführt: Tagesablauf, Checklisten, Kassen- und Abrechnungslogik, Dokumentation, Qualitätsvorgaben, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege.

Ergebnis: Eine eingewiesene Fachkraft übernimmt den Standort anhand eines klaren Standards. Die Personenabhängigkeit sinkt, die Einarbeitung wird kürzer, Vertretung wird planbar. Ein sauberer Prozess ist zugleich die Grundlage für Digitalisierung und KI.

Wissens­sicherung und Prozessstandardisierung, 2026, anonymisiert und mit Freigabe veröffentlicht. Den vollständigen Fall lesen.

Weitere Arbeitsbeispiele

Aus anderen Mandaten und Fragestellungen.

Markt und Zielgruppen

Personaldienstleister aus Köln, rund hundert Mitarbeitende

Operativ etabliert, Neukunden fast nur aus Empfehlungen, Strategie kaum schriftlich. Gespräche aus Recruiting, Disposition und Vertrieb, SWOT, Zielgruppen­analyse, priorisierter Maßnahmenplan.

Positionierung und Saison

Tagungs- und Eventunternehmen, mehrere Standorte

Breites Angebot, schwach kommuniziertes Firmenkundengeschäft, schwaches Winterhalbjahr. Markt- und Wettbewerbs­analyse, Positionierung des B2B-Angebots, saisonales Format aus vorhandenen Ressourcen.

Kommunikation und Ansprache

Website eines Dienstleisters mit sechs Leistungsseiten

Befund: austauschbare Kommunikation, jeder zweite Betrieb der Branche hätte dieselben Texte verwenden können. Neue Ansprache konsequent in der Ich-Form, weil Auftraggeber wissen wollen, wer verantwortlich ist.

Content und Standorte

Mehrstandort-Betrieb im Rheinland

Standorte digital uneinheitlich dargestellt, Inhalte ohne gemeinsame Struktur. Themen­struktur, Plattformlogik und klare Zuständigkeiten dafür, wer die Inhalte im Alltag pflegt.

Aufbau eines Unternehmens

Ästhetik- und Wellnessstudio in Düsseldorf

Fachlich stark, wirtschaftlich noch nicht existent: keine Positionierung, keine Marke, kein Buchungssystem, keine Preislogik. Portfolio in vier Säulen, Break-even-Rechnung, Marke, Website, Buchung, Druckmaterial. Bei allen Wirkaussagen galt Vorrang für die Rechtslage.

Geschäfts­modell und Preise

Kalkulation im Dienstleistungsgeschäft

Preise je Leistungsart gegen Stunden­kosten, Fahrzeiten und Material gerechnet. Ergebnis: Welche Leistungen tatsächlich Geld verdienen, welche vor allem Arbeit verursachen und wo ein Jahresvertrag die Saison glättet.

Vor der Beratung

Verantwortung im Tagesgeschäft, bevor ich beraten habe.

Eventlocation, Standortleitung

45.000 → 130.000 € Jahresumsatz

Anfragebearbeitung, Angebotslogik, Rechnungswesen und Personal neu aufgebaut. Veranstaltungen von acht bis 199 Personen kalkuliert und umgesetzt.

Dienstleistungsnetz, bundesweit

60 Standorte, 30 Filialen in 30 Tagen

Operative Steuerung in einer stark wachsenden Organisation, Personalverantwortung bis 800 Mitarbeitende, Aufbau eines Zentralbüros mit zwölf Personen.

Gastronomie, rund 35 Mitarbeitende

Liefer­betrieb in 24 Stunden

Im Lockdown mit digitalen Bestell- und Kommunikationswegen aufgebaut, danach bis zu 200 Bestellungen täglich. Zuvor Marketing, Personal­planung und Service­abläufe verantwortet.

Mehr dazu im Werdegang.

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