Zum Hauptinhalt springen

Förderung

Geordnete Unterlagen zur Förderung auf einem Holztisch

Förderprogramme für Beratung

Beratung kostet Geld. Ein Teil davon kommt zurück.

Zwei Programme kommen für DiKoKi-Mandate in Betracht: das Bundesprogramm des BAFA für betriebliche Fragestellungen und NRW.BANK.Impuls KI für die Vorbereitung von KI-Anwendungen. Welches passt, hängt vom Vorhaben ab, nicht vom Wunsch.

Die beiden Wege im Vergleich

Welches Programm zu welcher Frage passt.

Bundesprogramm

BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Für betriebliche Fragestellungen: Markt und Zielgruppen, Abläufe, Preise, Personal, Recruiting, Nachfolge, Standort, digitale Sichtbarkeit.

  • Bemessungsgrundlage 3.500 € je Beratung
  • 50 oder 80 Prozent, je nach Standort der Betriebsstätte
  • Höchstens zwei Beratungen pro Jahr, fünf bis Programmende
  • Anträge nach aktueller Richtlinie bis 31.12.2026

BAFA-Förderung im Detail

Landesprogramm Nordrhein-Westfalen

NRW.BANK.Impuls KI

Für Vorhaben, die den Einsatz künstlicher Intelligenz vorbereiten: Anwendungsfälle finden, bewerten und absichern, bevor investiert wird.

  • Bis zu 50 Prozent, höchstens 25.000 € Zuschuss
  • Modul A für Beratung, Modul B für den Test von KI-Systemen
  • Nur für KMU mit Sitz in Nordrhein-Westfalen
  • 3 Mio. € im ersten Programmjahr, Start 17.08.2026

Impuls KI im Detail

Das Programm wird genutzt

Die BAFA-Beratungsförderung verzeichnete 2025 eine sehr hohe Nachfrage. Die Zahl der Anträge stieg von 24.000 im Jahr 2024 auf 30.000 im Jahr 2025. Bis Ende November 2025 wurden kleine und mittlere Unternehmen mit rund 31 Millionen Euro gefördert.

Seit dem 15. November 2025 gilt zudem: Wer nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, bekommt den Zuschuss auf den Bruttobetrag berechnet. Für Kleinunternehmer und Freiberufler ist das bares Geld.

Quelle: BAFA, Ereignisse 2025

Was das für Sie heißt

Ein Programm mit dieser Nachfrage ist kein Geheimtipp, sondern eingespielte Praxis. Gleichzeitig heißt hohe Nachfrage: Die Bearbeitung dauert, und die aktuelle Richtlinie läuft Ende 2026 aus. Wer 2026 noch zwei Beratungen nutzen will, sollte den ersten Antrag nicht ins vierte Quartal legen.

Förderfähigkeit prüfen

Regionale Unterschiede

Der Standort entscheidet über die Hälfte des Geldes.

Beim BAFA hängt der Fördersatz an der beratenen Betriebsstätte. In den neuen Bundesländern ohne Berlin und ohne die Region Leipzig sind es 80 Prozent, sonst 50. Aus 3.500 € Beratung wird damit ein Eigenanteil von 700 € oder von 1.750 €.

Nordrhein-Westfalen

50 Prozent, höchstens 1.750 €. Persönliche Termine sind hier ohne Reiseaufwand möglich.Beratung in NRW

Sachsen

80 Prozent, höchstens 2.800 €. Zusammenarbeit überwiegend per Video, Termine vor Ort nach Vereinbarung.Beratung in Sachsen

Grundsatz

Die Förderung senkt die Kosten. Sie bestimmt nicht die Beratung.

Zuerst wird geklärt, welche Frage bearbeitet werden soll. Danach, ob ein Programm dazu passt. Nicht umgekehrt. Eine Beratung, die nur existiert, weil es dafür Geld gibt, löst kein Problem im Betrieb.

Über den Antrag entscheidet immer die Förderstelle. Ein Rechtsanspruch besteht nicht, und eine Zusage kann Ihnen niemand vorab geben.

Zu den Beratungsleistungen