
KI einsetzen
Was kostet KI-Beratung und wann lohnt sie sich?
Bei KI-Beratung reicht die Preisspanne am Markt vom kurzen Workshop bis zum mehrwöchigen Transformationsprojekt. Ein Preis ohne Leistungsumfang ist deshalb kaum vergleichbar.
Bei DiKoKi beginnt die KI-Konzeptberatung bei 12.000 Euro. Dafür wird nicht nur ein Werkzeug erklärt. Untersucht werden betriebliche Abläufe, konkrete KI-Anwendungsfälle, wirtschaftlicher Nutzen, technische und organisatorische Voraussetzungen, Risiken und eine Umsetzungsreihenfolge.
Was Sie bei Angeboten vergleichen sollten
Ein KI-Workshop kann sinnvoll sein, wenn ein Team Grundlagen verstehen soll. Er ist aber etwas anderes als eine Investitionsentscheidung für mehrere Unternehmensprozesse.
Fragen Sie bei jedem Angebot: Wie viele Abläufe werden tatsächlich untersucht? Werden heutige Bearbeitungszeiten und Kosten aufgenommen? Entstehen konkrete Anwendungsfälle oder nur eine Ideensammlung? Werden Daten, Zugriffe und organisatorische Voraussetzungen geprüft? Werden laufende Kosten der späteren Lösung berücksichtigt? Gibt es eine Priorisierung und eine belastbare Umsetzungsreihenfolge? Endet der Auftrag vor der technischen Umsetzung oder ist sie enthalten?
Erst damit werden Preise vergleichbar.
Wann sich 12.000 Euro rechnen können
Die Beratung selbst spart noch keine Stunde. Sie soll entscheiden, wo eine spätere Investition sinnvoll ist und wo nicht.
Beispiel: Zehn Mitarbeitende verbringen im Durchschnitt 20 Minuten pro Arbeitstag mit einer wiederkehrenden Informationsaufgabe.
10 × 20 Minuten × 20 Arbeitstage = 66,7 Stunden im Monat.
Wenn eine Lösung davon realistisch die Hälfte reduziert, werden rund 33 Stunden Kapazität frei. Diese Stunden werden mit den tatsächlichen Personalkosten bewertet. Anschließend werden Beratung, technische Einführung, Lizenz, Kontrolle und Pflege gegengerechnet. So entsteht eine Amortisationsrechnung.
Warum eine vermiedene KI-Investition ebenfalls ein Ergebnis ist
Ein Unternehmen kann 20.000 Euro für Software, Schnittstellen und Einführung ausgeben und anschließend feststellen, dass das Problem mit einem besseren Formular oder einer vorhandenen Automatisierungsfunktion lösbar gewesen wäre.
Eine KI-Konzeptberatung muss deshalb auch zu dem Ergebnis kommen dürfen: diesen Anwendungsfall vorerst nicht mit KI umzusetzen. Das ist Risikovermeidung.
Förderung über NRW.BANK.Impuls KI
Für geeignete kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen kann die Konzeptberatung über NRW.BANK.Impuls KI förderfähig sein. Gefördert werden 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 25.000 Euro Zuschuss innerhalb des Förderrahmens, bei einer Bagatellgrenze von 5.000 Euro Zuschuss.
Bei einem förderfähigen DiKoKi-Mandat über 12.000 Euro entspräche die 50-Prozent-Förderung rechnerisch 6.000 Euro Zuschuss. Über die Bewilligung entscheidet ausschließlich die NRW.BANK. Der Antrag muss vor Projektbeginn gestellt und der Zuwendungsbescheid abgewartet werden.
Wann ein kleinerer Einstieg besser ist
Wenn noch nicht klar ist, welcher betriebliche Engpass überhaupt untersucht werden soll, ist ein großes KI-Mandat zu früh. Dann kann zunächst ein Unternehmergespräch oder eine Prozessanalyse sinnvoller sein. KI ist eine mögliche Lösung für eine konkrete Aufgabe, kein eigener Unternehmenszweck.
Wie sich Anwendungsfälle vorab priorisieren lassen, zeigt KI im Unternehmen: Welche Anwendung rechnet sich zuerst?, die Abgrenzung zur klassischen Automatisierung klärt Braucht dieser Prozess wirklich KI?
Text: Igor Solowjew