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Entscheidungsmatrix zur Wahl der passenden Beratungsform

Unternehmen führen

Welche Beratungsform passt zu Ihrer Situation?

Nicht jede unternehmerische Frage braucht dieselbe Antwort. Ein Unternehmer­gespräch, ein gefördertes BAFA-Mandat, laufendes Sparring, eine Agentur oder ein Interim Manager lösen unterschiedliche Probleme. Sechs Entscheidungen, die vorab helfen, die richtige Form zu finden.

Von Igor Solowjew · Unternehmens­beratung in Haan, für Betriebe mit 5 bis 50 Mitarbeitenden

BAFA-Beratung oder ungeförderte Beratung

Eine geförderte Beratung ist günstiger, nicht automatisch besser. Sie passt, wenn die Frage klar abgegrenzt ist und mit Analyse, Handlungsempfehlungen und einem schriftlichen Bericht endet, wie bei einem 3.500-Euro-Mandat mit bis zu 1.750 Euro Zuschuss in Nordrhein-Westfalen. Ungefördert kann sinnvoller sein, wenn das Vorhaben größer ist als der Förderrahmen, laufendes Sparring gebraucht wird oder Geschwindigkeit wichtiger ist als das Warten auf einen Zuschuss.

Kurz: Fördern lassen bei klar abgegrenzten Fragen, ungefördert bei allem, was größer, schneller oder dauerhaft sein muss.

Einmalige Beratung oder laufende Begleitung

Eine einzelne Beratung passt zu einer Frage mit klarem Ende: Welcher Prozess verursacht den Engpass, welche Zielgruppe soll angesprochen werden. Laufende Begleitung wird sinnvoll, sobald aus einer Entscheidung regelmäßig neue entstehen, etwa nach einer Preisanpassung, einer Einstellung oder einer Software­einführung. Der Vorteil liegt in der geringeren Anlaufzeit, weil ein eingearbeiteter Sparringspartner Geschäfts­modell und frühere Entscheidungen bereits kennt, wie bei der Laufenden Beratungs­begleitung von DiKoKi.

Kurz: einmalig für eine abgeschlossene Frage, laufend, wenn Entscheidungen aufeinander aufbauen.

Sparringspartner oder Unternehmens­berater

Unternehmens­beratung beginnt mit einer Projektfrage und endet mit Analyse und Handlungsempfehlung. Sparring beginnt mit einer Entscheidung, die der Unternehmer selbst trifft, und dient dazu, Annahmen zu prüfen und Perspektiven zu erweitern. Beratung passt eher bei komplexen, datenintensiven Fragen oder wenn Förderfähigkeit über BAFA relevant ist. Wann sich ein Berater überhaupt lohnt, zeigt Wann lohnt sich ein Unternehmens­berater und wann nicht?

Kurz: Beratung für Analyse und Bericht, Sparring für eine Entscheidung, bei der die Fakten schon vorliegen.

Unternehmens­berater oder Agentur

Eine Agentur setzt eine bereits definierte Fachleistung um, etwa eine Website oder eine Kampagne. Beratung klärt vorher, welche Maßnahme wirtschaftlich überhaupt sinnvoll ist. Empfehlen mehrere Anbieter unterschiedliche Lösungen für dasselbe Problem, etwa eine neue Website, mehr Werbung oder ein CRM, lohnt sich vorher eine neutrale Einordnung, wo tatsächlich Geschäft verloren geht. Die Unternehmens­beratung von DiKoKi übernimmt dabei nicht automatisch die Umsetzung selbst, für die technische Realisierung kommen bei Bedarf spezialisierte Partner hinzu.

Kurz: Agentur, wenn die Maßnahme feststeht, Beratung, wenn erst die richtige Maßnahme gefunden werden muss.

Unternehmens­berater oder Interim Manager

Ein Unternehmens­berater untersucht eine Frage und empfiehlt Maßnahmen, die Verantwortung für die Unternehmens­führung bleibt beim Auftraggeber. Ein Interim Manager übernimmt für begrenzte Zeit eine echte operative Führungsrolle, etwa eine vakante Geschäfts­führung. Auch laufendes Sparring oder Umsetzungs­begleitung machen aus einem externen Partner keine interne Führungskraft.

Kurz: Beratung liefert die Begründung, Interim Management übernimmt die Rolle selbst.

Selbst umsetzen oder Umsetzungs­begleitung

Interne Umsetzung reicht meist, wenn eine verantwortliche Person benannt ist, genügend Zeit und Kompetenz vorhanden sind und der Fortschritt an klaren Kennzahlen verfolgt werden kann. Bleibt eine gute Analyse trotzdem liegen, liegt das meist an fehlender Steuerungskapazität: Tagesgeschäft verdrängt die Projektarbeit, oder mehrere Dienstleister müssen koordiniert werden. Genau dafür kann Umsetzungs­begleitung sinnvoll sein, getrennt von einem eventuell geförderten BAFA-Mandat und mit vorab geklärten Zuständigkeiten zwischen Unternehmer, DiKoKi und beteiligten Partnern.

Kurz: selbst umsetzen, wenn Zeit und Verantwortung klar sind, Begleitung, wenn die Steuerung selbst zum Engpass wird.

Text: Igor Solowjew